Archive for September, 2012

Patientenrechte: Was tun, wenn der Arzt krank macht?

Ärzte sollen ihre Patienten gesünder machen. Vor Fehlern schützt allerdings selbst die Approbation nicht, auch Mediziner richten manchmal mehr Schaden an, als sie Gutes tun. Für Patienten ist das eine heikle Situation: Selbst wenn man das eindeutige Gefühl hat, falsch behandelt worden zu sein, bleibt der Arzt der Fachmann. Alleine ist kaum ein Patient in der Lage, den eigenen Verdacht zu überprüfen. Im Ernstfall gibt es verschiedene Anlaufstellen, die weiterhelfen. Einige sind für Patienten kostenfrei. (mehr …)

Laktoseunverträglichkeit – Wenn Milchprodukte auf den Magen schlagen

Fast 20 Prozent der Deutschen klagen nach dem Verzehr von Milchshakes, Sahnetorte oder Käsebrötchen über Bauchschmerzen und Schlappheit. Doch oft werden die Beschwerden nicht ernst genommen.

Viele Menschen reagieren auf Milch und Co. mit Übelkeit, Durchfall und Müdigkeit – und das ist kein Wunder. Denn genetisch war es ursprünglich nicht vorgesehen, dass Erwachsene Milch trinken. Mit dem Abstillen verloren unsere Vorfahren die Fähigkeit, den enthaltenen Milchzucker, die Laktose, im Darm zu spalten und Milch zu verdauen. Erst mit der Einführung der Viehwirtschaft in Europa entwickelten die Menschen durch Mutation ein Gen, das die Produktion von Laktase, einem Enzym zur Laktosespaltung, im Darm von Erwachsenen möglich machte.

Weit verbreitete Nahrungsmittelunverträglichkeit

Noch heute verfügt nicht jeder Mensch über dieses Gen. In Südostasien fehlt demnach 98 Prozent der Bevölkerung das Enzym Laktase, in Südamerika 70 Prozent. „In Deutschland haben 15-20 Prozent eine Unverträglichkeit von Milchzucker“, sagt Martin Raithel, Gastroenterologe am Universitätsklinikum Erlangen. Diese Menschen bekommen nach dem Verzehr von laktosehaltigen Lebensmitteln Schmerzen. Werden die Symptome nicht abgeklärt, kann das unter den Betroffenen zu einer großen Verunsicherung führen. „Dieses ständige Unwohlsein beunruhigt verständlicherweise viele Patienten“, sagt Raithel. „Sie merken, dass etwas nicht stimmt und haben Angst, eine schwere Erkrankung zu haben.“ Manche Betroffene entwickeln sogar eine regelrechte Aversion gegen ganz normale Mahlzeiten, weil sie Angst vor erneuten Beschwerden haben.

Gezielte Diagnose entlastet die Psyche

Eine medizinische Abklärung kann verunsicherten Patienten schnell helfen. „Die Laktoseintoleranz ist eigentlich relativ leicht zu erkennen“, sagt Volker Schmiedel, Chefarzt der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik Kassel. Doch manche Ärzte finden die Ursache der Beschwerden nicht und machen stattdessen psychische Probleme für die Symptome verantwortlich, gibt Raithel zu Bedenken. Deshalb ist eine gezielte Diagnostik wichtig. „Ein banaler Atemtest bringt sofort Klarheit“, sagt Raithel. Doch statt darauf zurückzugreifen, würde bei viele Patienten zunächst eine Magen- und Darmspiegelungen durchgeführt, die jedoch bei einer Laktoseunverträglichkeit unauffällige Ergebnisse ergebe.

Es gibt Patienten, die laut Atemtest eigentlich keine Unverträglichkeit haben dürften, aber trotzdem Laktose nicht vertragen. Da hilft ein zusätzlicher Bluttest, um eine genaue Diagnose zu erstellen. (mehr …)

Gebührenstreit in Regensburg: Wofür zahlen wir eigentlich?

Laptops für Dozenten, Lautsprecher für den Hörsaal, längere Öffnungszeiten der Bibliothek: Darf das mit Studentengeld bezahlt werden? Nein, finden Regensburger Studenten und werfen ihrer Hochschule vor, Studiengebühren falsch auszugeben. Die Uni-Leitung weist das zurück.

Es klingt drastisch, was die Studentenvertreter in Regensburg ihrer Uni-Leitung vorwerfen: „Undemokratisch und unrechtmäßig“ werde Geld ausgegeben, das der Hochschule aus Studiengebühren zufließt. So würden etwa Macbooks für Dozenten gekauft, Ausstattung für die Hörsäle angeschafft und die Öffnungszeiten der Bibliothek verlängert. All das, so die Argumentation, verbessere nicht unmittelbar die Studienbedingungen, dürfe also auch nicht mit Gebührengeld finanziert werden. Außerdem gehöre es eh zu den Aufgaben der Hochschule, für solche Dinge aufzukommen. (mehr …)

Hilfskräfte auf dem Campus: Uni-Karriere, ich komme

Mit einem Nebenjob nur Geld verdienen? Langweilig! Wer während des Studiums als Hilfswissenschaftler arbeitet, erlebt mehr – und poliert gleichzeitig den Lebenslauf auf. Vor allem für künftige Forscher ist eine Stelle als Hilfswissenschaftler fast unerlässlich. Auch wenn der Lohn mickrig ist.

Rund 25 Stunden im Monat stand er mit Kittel, Schutzbrille und Reagenzgläschen im Labor. 200 Euro verdiente er so Monat für Monat. Markus Zeitler studierte Biotechnologie und Verfahrenstechnik an der Technischen Universität Hamburg-Harburg und arbeitete fast die ganze Zeit als studentische Hilfskraft. Er hat so nicht nur Geld verdient, sondern es hat ihm auch später bei der Jobsuche geholfen. (mehr …)

Streit mit Privathochschule: Student bekommt Geld nicht zurück

Einen staatlich anerkannten Bachelor-Abschluss wollte ein Student einer privaten Freiburger Hochschule. Den habe ihm die „International University“ auf einer Berufsmesse versprochen, war dazu aber gar nicht berechtigt. Der Absolvent fühlte sich getäuscht, seine Klage scheiterte.

Er wollte die Studiengebühren und das Geld wiederhaben, das er für Umzug und Miete gezahlt hatte, insgesamt rund 7000 Euro. Deswegen verklagte ein ehemaliger Student die International University of Cooperative Education (IUCE), eine Freiburger Privathochschule. (mehr …)