Archive for April, 2013

Resistenzen – Der schwierige Kampf gegen Tuberkulose

Laut WHO lässt sich nur über die richtige Behandlung von Tuberkulose die Ausbreitung und Bildung resistenter TB-Bakterien verhindern

Wien/Kopenhagen/Stockholm – Entscheidend in der Bekämpfung der Tuberkulose sind möglichst frühe Diagnose und die Therapie bis zur völligen Ausheilung. Die richtige Behandlung der Tuberkulose wirkt damit auch der Entstehung resistenter Formen (mehrfach resistente und extensiv resistente Tuberkulose wie MDR-TB oder XDR-TB) entgegen, die sich zu einer Bedrohung für die öffentliche Gesundheit entwickeln könnten, warnen Experten. (mehr …)

Arbeiten mit 3D-Druckern: Revolution in kleinen Schritten

Dinge aus dem Drucker: Die 3D-Technik stellt neue Anforderungen an die Beschäftigten.

Zu Hause haben sie bislang nur wenige, doch kaum etwas wirft seine Schatten derzeit so voraus wie die Zukunft aus dem 3D-Drucker. Das Architekturbüro von Norman Foster hat zum Beispiel zusammen mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA eine 3D-gedruckte Mondbasis vorgestellt und sehr weit in die Zukunft gesehen. Etwas irdischer, aber kaum weniger spektakulär planen niederländische Architekten schon die ersten Häuser, die gedruckt werden. Ganz im Alltag angekommen ist inzwischen das Unternehmen Microsoft, das demnächst seine Spielkonsolenkamera Kinect mit einem 3D-Scanner ausstattet, so dass beliebige Umgebungen und Gegenstände zu Hause dreidimensional repliziert werden können. Die Drucker dafür gibt es seit mehreren Jahren. Um Spielzeug handelt es sich nicht. (mehr …)

Besuch vom Staatsanwalt: Wenn gemeinsame Patienten Ärger machen

MÜNSTER. Wenn Ärzte in Praxisgemeinschaften eine auffallend hohe Zahl gemeinsamer Patienten haben, können sie Besuch vom Staatsanwalt bekommen, ohne dass sich zuvor die Kassenärztliche Vereinigung (KV) bei ihnen gemeldet hätte. (mehr …)

Deutscher Bundestag: SPD wirft Koalition bildungspolitische Untätigkeit vor

Ministerin: Riesenchance für Deutschland

Auslöser der Debatte war der am 12. April getroffene Beschluss der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern, die Finanzhilfen für die Hochschulen wegen des anhaltenden Studienanfängerbooms bis 2015 um rund 4,4 Milliarden Euro aufstocken. Das Geld soll je zur Hälfte vom Bund und von den Ländern aufgebracht werden. (mehr …)

Lernt ihr Kind erst auf den letzten Drücker?

Neigt Ihr Kind dazu, das Lernen für die Klassenarbeiten auzuschieben? Machen Sie mit bei unserer Umfrage. Plus: Tipps, wie Schüler den Einstieg in Hausaufgaben oder Lernen finden.

 

Aufschieben – ist das für Ihr Kind ein Problem?

Der Termin für die Klassenarbeit ist seit Wochen bekannt, doch erst am Nachmittag davor schlägt Ihr Kind endlich seine Schulbücher auf? Weil vorher immer irgendetwas dazwischen kam – das Fußballspiel oder das wichtige Telefonat mit der besten Freundin? (mehr …)

Kabinett bringt Entwurf für ein Präventionsgesetz auf den Weg

Berlin – Für die Vorsorge sollen die Krankenkassen künftig doppelt so viel Geld wie bisher ausgeben. Das Bundeskabinett brachte dazu am Mittwoch einen  „Gesetzentwurf zur Förderung der Prävention“ auf den Weg. Danach soll die gesetzliche Kranken­versicherung ab 2014 rund 150 bis 180 Millionen Euro jährlich mehr für die Vorsorge bereitstellen. Mit der gesetzlichen Neuregelung werden Ausgaben der Krankenkassen für Präventions­zwecke auf sechs Euro je Versicherten erhöht. Eine beim Bundesminis­terium für Gesund­heit eingerichtete Ständige Präventionskonferenz soll der Verstän­digung auf gemeinsam Gesundheitsförderungs- und Präventionsziele dienen.

„Mit dem Präventionsgesetz stärken wir die Eigenverantwortung im Gesundheitswesen“, sagte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). Den Volkskrankheiten werde der Kampf angesagt. So würden Kosten in einer ständig alternden Gesellschaft vermieden. „Wir nehmen eine dreistellige Millionensumme jetzt in die Hand“, sagte der Minister. Er hält es für möglich, damit Milliarden Euro an späteren Krankheitskosten zu verhindern. Es bleibe aber die Entscheidung eines jeden Einzelnen, etwas für seine Gesundheit zu tun, betonte Bahr. Die Regierung wolle den Menschen nicht vorschreiben, wie sie zu leben haben. (mehr …)

Natürlicher Zahnschutz: Heilwässer mit Fluorid

Bonn (ots) – Wenn das Leitungswasser wenig Fluorid enthält, sollten wir zusätzlich Fluorid aufnehmen, um Karies vorzubeugen. In Deutschland liegen die Fluoridmengen im Leitungswasser fast überall unter 0,3 mg pro Liter. Hier kann das Trinken eines fluoridreichen Heilwassers dazu beitragen, die Zähne zu schützen. Wer regelmäßig Heilwässer ab 1 mg Fluorid pro Liter trinkt, kann die Fluoridkonzentration im Speichel nachweislich erhöhen. Das stärkt den Zahnschmelz und hemmt Kariesbakterien. (mehr …)

Neue Tuberkulose-Mittel in Sicht

Delamanid und Bedaquilin: Diese Namen sollte man sich im Zusammenhang mit Tuberkulose (Tb) merken. Denn die beiden Tb-Therapeutika stehen relativ kurz vor der Zulassung in Europa, wie heute auf einer Veranstaltung des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) in Berlin deutlich wurde. Es sind die ersten neu entwickelten Arzneistoffe zur Behandlung von Infektionen mit Mycobacterium tuberculosis seit 50 Jahren. Bedaquilin, das in den USA seit Dezember 2012 zugelassen ist, darf in Deutschland bereits in Härtefällen eingesetzt werden. (mehr …)

Die Problematik des Abrechnungsbetruges bei Medizinern

Heutzutage spielt in dem immer stärker unter Druck stehenden Gesundheitssystem im Verhältnis zwischen den kassenärztlichen Vereinigungen beziehungsweise den Krankenkassen auf der einen und den Medizinern auf der anderen Seite, der tatsächlich erfolgte und auch der vermeintlich begangene Abrechnungsbetrug eine wichtige Rolle.
Beim Abrechnungsbetrug geht es um die bewusste, vorsätzliche Falschabrechnung von kassenärztlichen Leistungen durch einen Arzt. Für eine strafrechtlich relevante Handlung ist hier immer Vorsatz, also ein Wissen und Wollen der Tatbestandsverwirklichung bei Begehung der Tat, erforderlich. Ein Abrechnungsbetrug kann also nicht fahrlässig begangen werden.
Für Kassenärzte kann es trotzdem dazu kommen, dass sie mit dem Vorwurf eines Betrugsversuches konfrontiert werden, wenn sie Fehler in ihren Abrechnungen machen.
Sollten die geprüften Abrechnungen Ungereimtheiten oder Unregelmäßigkeiten aufweisen, werden sie von den kassenärztlichen Vereinigungen einer Plausibilitätsprüfung unterzogen. Diese erfolgt durch einen von der kassenärztlichen Vereinigung gewählten Plausibilitätsausschuss. Dabei wird zunächst einmal Implausibilität der Abrechnung angenommen, wenn die Tagesarbeitszeit eines Arztes im fraglichen Zeitraum an mehr als zwei Tagen mehr als 12 Stunden beträgt oder wenn sich die Arbeitszeit eines Arztes in einem Quartal auf mehr als 780 Stunden beläuft.
Sollte so ein Fall auftreten, wird dann weitergehend geprüft ob hier eine plausible, also eine wahrheitsgemäße und richtige Abrechnung des Arztes vorliegt oder aber ein versuchter Abrechnungsbetrug. Wenn es sich einfach nur um Fehler in den Abrechnungen des Arztes handelt, wird sich das Problem relativ einfach aufklären.
Rechtlich problematisch und strafrechtlich relevant wird das Ganze, wenn der Anschein entsteht, dass der Arzt versucht hat, bewusst bei den Abrechnungen zu täuschen. Sollte so ein Fall vorliegen, dann steht zumindest der Tatvorwurf des versuchten Betruges im Raum. Wenn ein Arzt sich einem solchen Vorwurf ausgesetzt sieht, dann sollte er sich auf jeden Fall rechtlichen Rat bei einem mit der Thematik vertrauten Juristen suchen. Das kann dann entweder ein Fachanwalt für Strafrecht sein, der sich vor allem mit der strafrechtlichen Komponente des Betruges auskennt, oder aber auch ein Fachanwalt für Medizinrecht, der sich näher mit Abrechnungsfragen und Plausibilitätsprüfungen auskennt.
Idealerweise sucht ein mit dem Vorwurf des Abrechnungsbetruges konfrontierter Arzt sich also einen Juristen, der sowohl einen Fachanwaltstitel im Strafrecht, als auch im Medizinrecht, inne hat, um durch die im Raum stehenden Vorwürfe schwerwiegende Folgen für seine berufliche Zukunft zu vermeiden. (mehr …)

Diätpillen und Potenzmittel – Giftige Nahrungsergänzungsmittel überschwemmen das Netz

Sie sollen schön, schlank oder gesund machen: Pillen, Pulver oder Tropfen aus der Natur, die im Internet verkauft werden. Doch einige von ihnen sind hochgiftig. Angeboten wurden sie auch über Plattformen wie Amazon oder Ebay.
Angeblich kann „MMS“ („Miracle Mineral Supplement“) Grippe, Krebs und Beckenbrüche heilen. In Wahrheit aber ist es hochgiftig. Das berichtet der Bayerische Rundfunk (BR) in einer aktuellen Reportage. Das angebliche Naturheilpräparat dürfe nicht als Arzneimittel verkauft werden und habe bei vielen Käufern bereits bedenkliche Nebenwirkungen hervorgerufen – sei aber ganz leicht im Internet zu bestellen. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor der Einnahme, weil diese unter anderem zu Bauchschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen führen kann und bei Hautkontakt zu Verätzungen führen kann. Kein Wunder – MMS ist nichts anderes als der Ausgangsstoff für ein Bleichmittel.

Anbieter sitzen im Ausland – meistens

Auch so manche Diätpillen, Potenzmittel oder „Pseudomedikamente“ zählten zu den gefährlichen Produkten aus dem Netz, so der BR. Die angeblich rein natürlichen und pflanzlichen Mittelchen werden als Nahrungsergänzungsmittel verkauft, enthalten in vielen Fällen jedoch in Deutschland verbotene oder verschreibungspflichtige Substanzen. Die zahlreichen Anbieter operierten meist aus dem Ausland – doch auch in Bayern fand der BR Händler. Sie nutzen dafür unter anderem die großen Verkaufsplattformen Ebay und Amazon.

Rechtlich seien diese Plattformen nicht verpflichtet, einen Artikel zu überprüfen, der von privaten Händlern angeboten wird. Gegenüber dem BR erklärte Amazon (das die Produkte nicht selbst verkauft, sondern die Verkaufsplattform zur Verfügung stellt), erst dann zu reagieren, wenn es von Dritten auf verbotene Aktivitäten hingewiesen werde. Der Verkauf illegaler Waren sei den Anbietern jedoch untersagt. Bei Ebay suchten Mitarbeiter aktiv nach unzulässigen Angeboten, das Online Aktions- und Versandhaus arbeite außerdem nach eigenen Angaben eng mit den Behörden zusammen. (mehr …)

Hochschulzugang: Studierende ohne Abitur müssen einen riesigen Lernrückstand aufholen

Nicht-Abiturienten haben es an der Uni schwer: Sie müssen einen enormen Lernrückstand aufholen – die meisten scheitern. Experten erwägen jetzt ein „Studium light“.

Die Runde der Kultusminister ist nicht dafür bekannt, Utopien hervorzubringen. Wenn die Ressortchefs der 16 Länder sich auf etwas einigen, so muss man mit Formelkompromissen rechnen, mit Bürokratie-Prosa, die das Land allenfalls schrittchenweise voranbringt. Ihr Beschluss vom März 2009 klingt da wie ein Märchen aus dem Amt, eine Vision zur Öffnung der Hochschulen: Handwerksmeister und beruflich Qualifizierte mit Fortbildung sollten an allen Universitäten studieren dürfen, war da knapp und klar zu lesen. Und Absolventen einer Berufsausbildung sollten nach mindestens drei Jahren im Beruf wenigstens ein artverwandtes Fach an einer Hochschule beginnen können. Es war der Startschuss der Kultusministerkonferenz für die Öffnung des Studiums. (mehr …)

Festgehalten in der Psychiatrie – Der Fall Mollath und die Angst vor der Zwangsjacke

Der Fall Gustl Mollath ist ein erschreckendes Beispiel dafür, wie der Aufenthalt in der Psychiatrie zum unfreiwilligen Dauerzustand werden kann. Die meisten psychisch Kranken kommen und gehen jedoch aus freien Stücken.
Der Fall Gustl Mollath hat einer alten Angst neue Nahrung gegeben: In die Psychiatrie kann jeder schnell hineingeraten, man kommt aber nur schwer wieder raus. Und in der Zwischenzeit machen Psychopharmaka aus Patienten willenlosen Zombies. Die Geschehnisse um den 56-jährigen Nürnberger lassen Justiz und Psychiatrie in Bayern in düsterem Licht erscheinen. Ein bedauerlicher Einzelfall, sagen die einen. Typisch für den Umgang mit widerspenstigen, renitenten und psychisch auffälligen Menschen, sagen die anderen. Das ist, kurz zusammengefasst, geschehen:

Der frühere Geschäftsmann Gustl Mollath erhob während des Scheidungskriegs vor knapp zehn Jahren schwere Beschuldigungen gegen seine Frau, eine Bankerin. Es ging um illegale Geldtransfers in die Schweiz. Die Bank schwieg, die Ehefrau nannte ihren Mann verrückt, er habe sie geschlagen und gewürgt. Der Fall landete 2006 vor Gericht und endete für den Beschuldigten in der geschlossenen Psychiatrie – er sei nicht schuldfähig, aber gemeingefährlich und habe Wahnvorstellungen. Der Angeklagte hatte stets behauptet, alle Vorwürfe dienten nur dazu, ihn mundtot zu machen und die Schwarzgeldaffäre unter den Teppich zu kehren. In der Klinik lehnte Gustl Mollath jede Therapie ab, er sei schließlich nicht verrückt. Dass er aber ausufernde und teils wirre Pamphlete an Justiz, Politik und Medien verschickte, verstärkte nur die Meinung von Ärzten, Gutachtern und Richtern, er bilde sich die Finanzmauscheleien ein und leide an Verfolgungswahn. Sieben Jahre später hat sich der Schwarzgeld-„Wahn“ größtenteils als Wahrheit erwiesen, die Anschuldigungen der Ex-Frau als Zweifelhaft und die die Beurteilung des Mannes vor, während und nach dem Prozess als voreingenommen, oberflächlich und leichtfertig. Jetzt soll der Fall vor Gericht neu aufgerollt werden. Aus der Psychiatrie entlassen wird der Mann deshalb noch lange nicht. (mehr …)

Onkologie – Möglicher Therapie-Ansatz bei Lungenkrebs

Wien – Lungenkrebs ist weltweit die häufigste Ursache für Mortalität bei Krebs. In Österreich erkranken jährlich rund 4.000 Menschen an dieser Tumor-Art. Besonders problematisch ist die Entwicklung von Gehirnmetastasen in Verbindung mit dem Karzinom. Dafür gab es bisher – abgesehen von Operation oder Bestrahlung – keine Therapiemöglichkeit. Jetzt haben Forscher der MedUni Wien einen möglichen neuen Therapie-Ansatzpunkt identifiziert, hieß es am Donnerstag in einer Aussendung. (mehr …)

Gerber: Tote Haut wird Handtasche

 

Weich, anschmiegsam, aber auch robust und strapazierfähig soll es sein. „Leder ist ein faszinierendes und vielseitig verwendbares Naturprodukt. Denken Sie nur mal an die Vielfältigkeit von Lederschuhen“, sagt Thomas Schröer vom Verband der Deutschen Lederindustrie e.V. Wanderschuhe brauchen widerstandsfähiges Leder, Glattlederschuhe dagegen besonders makelloses. Taschen, Kleidung, Möbel, Autositze, Reitsportutensilien – „Leder muss gut aussehen, atmungsaktiv, wasserabweisend und extrem belastbar sein“, sagt Schröer. Alles das aus den Häuten von Tieren rauszuholen, ist ein Job für Gerber. (mehr …)