Archive for the ‘Gesundheit / Fitness’ Category

Sachsen : So viele HIV – Infektionen wie nie zuvor

DRESDEN. Die Zahl der HIV-Neuinfektionen hat in Sachsen einen neuen Höchststand erreicht. 2015 wurden 190 Erstdiagnosen an das Robert Koch-Institut gemeldet, wie das sächsische Sozialministerium mitteilte. Im Jahr 2014 waren es noch 168 gewesen, was einem Anstieg um rund 13 Prozent innerhalb eines Jahres entspricht.

 Laut Sozialministerium gibt es die Erfassung der Erstdiagnosen seit 1993 in ihrer jetzigen Form. Seitdem wurde in Sachsen noch kein höherer Wert als 2015 verzeichnet.

Mit 4,7 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner liegt Sachsen leicht über dem bundesweiten Schnitt von 4,6 HIV-Erstdiagnosen. Ein Großteil der Neuinfektionen (57 Prozent) wurde 2015 bei Männern verzeichnet, die mit Männern Geschlechtsverkehr haben.

Allerdings gibt es sowohl in Sachsen als auch in ganz Deutschland die Tendenz, dass sich immer mehr Menschen auch bei heterosexuellen Kontakten anstecken.

„Auch wenn Aids oft kein Todesurteil mehr ist, muss die gefährliche Krankheit weiter im öffentlichen Bewusstsein bleiben“, sagte Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU). „Wir müssen weiter aufklären und unsere Anstrengungen im Bereich Prävention, Diagnostik und Therapie verstärken.“

Im vergangenen Jahr hat Sachsen den Angaben zufolge die Mittel für die Aids-Prävention deutlich aufgestockt: So stieg die Unterstützung für die vier Beratungsstellen im Land um 34.000 Euro auf 375.000 Euro. Auch die Gesundheitsämter erhalten mehr Geld für Präventionsprojekte. (lup)

 

Entdeckt auf:

http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/oegd/article/917878

Schlafstörungen: Erst Verhaltenstherapie, dann Medikamente

Schlafstörungen: Erst Verhaltenstherapie, dann Medikamente Die kognitive Verhaltenstherapie empfehlen US-amerikanische Ärzte als First-Line-Behandlung für erwachsene Patienten mit chronischen Schlafstörungen. Erst wenn die nicht-medikamentöse Therapie keinen Erfolg bringt, könnten Arzneimittel in Absprache mit dem Betroffenen und nach Aufklärung über Kosten, Nutzen und Risiken der Präparate ergänzend für kurze Zeit zum Einsatz kommen. Das halten die Experten des American College of Physicians (ACP) erstmals in einer Leitlinie fest, die jetzt im Fachjournal «Annals of Internal Medicine» erschien.
 
Aus Sicht von ACP-Präsident Dr. Wayne Riley haben die Wirkstoffe, die bei Schlafstörungen angewendet werden, schlichtweg zu viele Nebenwirkungen. «Obwohl es bislang keinen direkten Vergleich gibt, ist es sehr wahrscheinlich, dass die kognitive Verhaltenstherapie weniger schädlich ist als die medikamentöse Behandlung», sagte er. In der neuen Leitlinie erhält sie daher klar den Vorzug vor der Pharmakotherapie.
 
Das Konzept umfasst eine Vielzahl verschiedener Methoden wie etwa Schlafrestriktion, Aufklärung zur richtigen Schlafhygiene und die Stimulus-Kontroll-Technik. Die Patienten könnten sich in Einzel- und Gruppentherapien, telefon- und webbasierten Modulen oder mittels Selbsthilfebüchern schulen lassen, so die ACP-Spezialisten. «Medikamente sollten im Idealfall nicht länger als vier bis fünf Wochen angewendet werden. Anschließend sollte der Patient in der Lage sein, die Schlaflosigkeit mit den erlernten Fähigkeiten langfristig in den Griff zu bekommen», sagte Riley. Andernfalls müsse der Arzt andere, behandelbare Erkrankungen als Ursache für die Insomnie in Betracht ziehen. Das könnten etwa Depressionen, eine vergrößerte Prostata, der Missbrauch von Arznei- und Suchtmitteln, Schlafapnoe oder das Restless-Legs-Syndrom sein. 

Erstmalig veröffentlicht auf:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=63292

Hygiene und Körperpflege bei Kindern

Hygiene ist für Kinder sehr wichtig, da sie große Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Gesundheit hat. Deshalb sollten Eltern bei ihren Kindern auf eine angemessene Körperpflege und Hygiene achten und jedes Kind an regelmäßige Körperhygiene gewöhnen. Kindern Hygiene beibringen in normalem Maße gehört zu den Aufgaben bei der Erziehung.

 

Was gehört zur regelmäßigen Hygiene und Körperpflege bei einem Kind?

Zähne putzen: und das ab dem 1. Zahn mind. 2 x täglich (morgens nach dem Frühstück und abends vor dem schlafen gehen), besser noch ist 3 x täglich (nach dem Essen)

Gesicht waschen: morgens und abends mit warmem klarem Wasser

Hände waschen: morgens und abends, vor dem Essen, nach der Toilette, nach dem spielen im Freien, nach dem Einkaufen, Kindergarten, Schule – und das mit Seife.

Duschen oder Baden und Haare waschen: reicht normalerweise 2 x pro Woche. Im Sommer, wenn Kinder beim Herumtoben stark schwitzen, im Plantschbecken oder Sandkasten waren ist häufiger eine Ganzkörperwäsche notwendig.

Füße waschen: wenn das Kind barfuß gelaufen ist. Nach dem Füße waschen die Zehenzwischenräume immer gut abtrocknen. Außerdem auf Baumwollsocken und gute passende Schuhe achten.

Bei Babys bzw. Wickelkindern morgens und abends den Wickelbereich mit einem feuchten Waschlappen gründlich waschen und gut abtrocknen. Geeignete Pflegeprodukte verwenden (vor allem bei wundem Po).

Trocken und Sauberwerden: Ein sehr wichtiger Schritt in punkto Hygiene ist, dass Kinder zwischen zwei und drei Jahren lernen, selbständig aufs Töpfchen oder auf die Toilette zu gehen.

Po richtig sauber machen: Kindern muss man lernen, dass Po und Scheide des Mädchens immer von vorne nach hinten abgewischt werden. Denn bei Mädchen ist es ganz wichtig, dass keine Darmbakterein in die Scheide gelangen, da diese eine Blasenentzündung hervorrufen können.

Nägel schneiden: Fuß- und Fingernägel 1 x wöchentlich schneiden und reinigen (Fingernägel öfter säubern)

Ohren regelmäßig sauber machen: bei der Ohrenpflege nur die Ohrmuscheln mit einem feuchten Waschlappen reinigen. Keinesfalls Wattestäbchen verwenden, denn damit schiebt man das Ohrschmalz nur tiefer in den Gehörgang und das Ohr kann verletzt werden

Eincremen: Die Haut eincremen ist erforderlich, wenn sie sehr trocken oder schuppig ist, sowie bei kalten Temperaturen. Da Babyhaut besonders empfindlich ist, auf milde Pflegeprodukte achten!

Hygiene ja, aber in Grenzen! Entscheidend ist das richtige Maß, denn übertriebene Hygiene kann durchaus auch negative Auswirkungen auf die Gesundheit von Kindern haben wie z. B. eine sehr empfindliche Haut oder die Neigung zu Allergien.

Baby Hygiene

Neben der Körperpflege sind für Babys natürlich noch weitere hygienische Maßnahmen erforderlich und wichtig. Dazu gehört: regelmäßig die Fläschchen und Schnuller reinigen bzw. desinfizieren, die Wohnung sauber halten, und das insbesondere in der oralen Phase des Babys. Was aber nicht heißt, dass die ganze Wohnung steril sein muss, denn laut wissenschaftlichen Untersuchungen schwächt zuviel Hygiene und sterile Sauberkeit das kindliche Immunsystem. Dadurch wird der Organismus des Kindes anfälliger für Bakterien, Krankheitserreger oder Parasiten.

Hier der Link dazu:

www.vorname.com/ratgeber/erziehung-teens/

Schlafparalyse – Albtraum im Wachzustand

Der Geist ist schon wach, aber der Körper schläft noch – ein Zustand, den Experten Schlafparalyse nennen. Das Schlimme: Die Betroffenen können keinen einzigen Muskel bewegen.

 

Schlafparalyse: Zwischen Schlaf und Wachzustand

Rund 25 Prozent aller Menschen erleben einmal im Leben diesen albtraumhaften Zustand zwischen Schlaf und Wachsein, in dem sich die Betroffenen wie gelähmt fühlen. Die Glieder wollen einfach nicht gehorchen und selbst das Sprechen ist nicht möglich. Nur die Atmung und die Augen können bewusst gesteuert werden. Wer sich in diesem Zustand befindet, baut oft auch noch Elemente eines Traumes in die reale Welt ein.

Schutzreaktion des Körpers

Der Begriff Schlafparalyse bezeichnet den Zustand, in dem der Geist schon im Wachzustand ist, der Körper aber noch schläft. Nach rund zwei Minuten ist der Spuk vorbei. Dann kehrt entweder die Muskelkraft zurück oder man schläft wieder ein. Wir empfinden die vorübergehende Lähmung zwar als unangenehm, tatsächlich ist das Phänomen jedoch eine Schutzreaktion unseres Körpers. Es verhindert, dass wir im Traum erlebte Bewegungen in die Realität umsetzen.

Am häufigsten betroffen von der Schlafstarre sind im übrigen Menschen, die an Narkolepsie – der sogenannten Schlafkrankheit – leiden. Ein gestörter Schlafrhythmus oder ein Jetlag können den Zustand ebenfalls herbeiführen.

Was kann man dagegen tun?

Wenn die Zustände nur vereinzelt auftreten, ist eine Behandlung nicht notwendig. In den meisten Fällen hilft es schon zu wissen, dass eine Schlafparalyse ungefährlich ist – zumindest im Normalfall. Dieses Wissen kann die Panik verhindern, die sich in den meisten Betroffenen ausbreitet. Wer gelassen mit der Starre umgeht, kann den Zustand sogar als spannend empfinden.

Sollten Schlafparalysen häufiger auftreten, empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen. Grund dafür: Im Ernstfall können bewusste Paralysen auch mit Krankheiten wie Schlafapnoe, Migräne und Angststörungen zusammenhängen.

 

zum Artikel:

http://origin.static.bri-img.de/gesund

Zahnimplantate für dauerhaften Zahnersatz

Zahnlücken sehen nicht nur merkwürdig aus, sie können auf Dauer den Kiefer ernsthaft schädigen. Wenn die Backenzähne beim Kauen nicht mehr aufeinandertreffen, können Probleme in den Kiefergelenken die Folge sein.

Zahnimplantate sind die beste Art des Zahnersatzes

Bei einzelnen Zahnlücken sowie bei mehreren fehlenden Zähnen sind Zahnimplantate die beste Art des Zahnersatzes. Dabei werden kleine Schrauben aus extrem festem und körperfreundlichem Titan in das Knochengewebe des Kiefers eingebracht und geben den künstlichen Zähnen, den Kronen, festen Halt. Zahnimplantate übernehmen somit die Funktion der natürlichen Zahnwurzeln. Der Kieferknochen wächst dabei fest um das Zahnimplantat herum, somit fühlt sich der künstliche Zahn wie ein natürlicher Zahn an. Dieser Vorgang ist, je nach Patient, nach drei bis sechs Monaten abgeschlossen und gewährleistet einen stabilen Sitz der Kronen, auch bei Belastung durch harte Nahrung.

Zahnimplantate nur vom Spezialisten

Zahnimplantate werden vom Spezialisten modelliert und im Rahmen einer Operation in den Kiefer installiert. Die Erfahrung unserer Zahnärzte und Implantologen stellt dabei sicher, dass die Zahnimplantate aus Titan im richtigen Winkel sowie der optimalen Tiefe im Kieferknochen verankert werden. Nur so lassen sich Entzündungen nach der Operation vermeiden und der Kieferknochen die Implantate aus Titan optimal umschließen. Je nach Form des Zahnimplantats wird eine unterschiedliche Operationsmethode für die sogenannte Insertion angewandt. Ein Teil des Implantats, das Abutment, ragt dabei aus dem Kieferknochen heraus, um der Zahnkrone festen Halt zu geben.

Für die dauerhafte Verträglichkeit und festen Sitz des Zahnimplantats ist die Knochenqualität des Kiefers beim Patienten entscheidend. Jedoch ist auch bei gewissen Problemen der Knochenqualität die Installation von Zahnimplantaten möglich. Hierzu wird vor dem operationellen Eingriff und der individuellen Anfertigung der Zahnkronen zunächst mit modernen bildgebenden Verfahren, wie zum Beispiel dem hochauflösenden Röntgen, die Qualität der Kieferknochen gemessen. Sind die natürlichen Kieferknochen des Patienten sehr weitmaschig, so besteht die Möglichkeit der Knochenverdichtung bevor das Implantat oder die Implantate gesetzt werden. Hierdurch wird die spätere primäre Stabilität des Zahnimplantats deutlich verbessert. Mit der Methode der medizinischen Knochenverdichtung ist es auch Patienten mit geringer natürlicher Knochendichte möglich, Zahnimplantate zu tragen.

Ambulanter Eingriff für Zahnimplantate

Das Einsetzen des Implantats geschieht in der Regel ambulant unter lokaler Betäubung. Mit einem kleinen Schnitt wird die Schleimhaut aufgeklappt und die Bohrung für das Implantat vorbereitet. Um bei der Bohrung den Kieferknochen nicht zu beschädigen, wird bei niedriger Drehzahl und Druck sowie ständiger Kühlung mit Kochsalzlösung das Loch für das Titanimplantat in der entsprechenden Tiefe und Winkel gebohrt. Dem Chirurg hilft bei diesem Vorgang eine Bohrschablone, die anhand der zuvor aufgenommenen Aufnahmen vom Kiefer angefertigt wurde. Das Zahnimplantat selbst wird mit einem speziellen Werkzeug in den Kieferknochen eingebracht, um einen stabilen und dauerhaften Halt zu gewährleisten. Danach wird die Stelle des Zahnfleischs wieder vernäht und entsprechend gepflegt. In den ersten Tagen nach der Operation sind vor allem kühle Umschläge und Medikamente hilfreich zur Wundpflege und um Infektionen zu vermeiden. Die äußere Wundheilung ist nach zehn Tagen abgeschlossen.

Bis das Zahnimplantat im Knochen eingeheilt ist, setzt der Zahnarzt ein Provisorium ein. Die Dauer der Einheilphase ist von mehreren Faktoren, unter anderem der Knochenqualität, abhängig und ist unbedingt einzuhalten, um einen dauerhaften und beschwerdefreien Sitz des Implantats zu gewährleisten.

Ist das Zahnimplantat fest mit dem Knochen verwachsen, so kann es belastet werden und der Zahnarzt ersetzt den provisorischen Zahnersatz mit der fertiggestellten Krone.

Die zahnärztliche Implantologie gehört zu den erfolgreichsten medizinischen Eingriffen. Bei regelmäßiger Kontrolle durch Ihren Zahnarzt sind Liegezeiten von mehreren Jahrzenten möglich und üblich.

Studie – Ungesunde Ernährung kostet den Staat fast 17 Milliarden Euro im Jahr

Die ungesunde Ernährung der Deutschen kostet das Gesundheitssystem jährlich mehr als 16,8 Milliarden Euro. Die höchsten Kosten entstehen durch Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Karies, Stoffwechselstörungen wie Diabetes und Übergewicht sowie diverse Krebserkrankungen.

Die Folgen von zu viel Zucker, Salz und Fetten auf dem Speiseplan des Durchschnitts-Deutschen verursachen schwere Krankheiten und hohe Kosten für das Gesundheitssystem, das zeigt nun eine Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und des Biotechnologieunternehmens Brain AG.

Dabei gehe es nicht nur um die direkten Kosten der Fehlernährung. Ein deutliches Einsparpotential liege auch in den Folgeerkrankungen und Folgekosten von Übergewicht und Diabetes, erklärte Studienautor Toni Meier von der Uni Halle. „Diese reichen von der gewichtsbedingten Arthrose bis zu Schlafstörungen, Alzheimer und chronischem Nierenversagen.“

Wenn es gelänge, etwa ein Drittel der Zucker-, der Fett- oder der Salzmenge in den Nahrungsmittelrezepturen durch neue Naturstoffe zu ersetzen, könnte das Gesundheitssystem allein in Deutschland jährlich um einen Betrag von fünf bis sechs Milliarden Euro entlastet werden, erklärte Co-Autor Martin Langer von der Brain AG. Indirekte Kosten, bedingt durch Arbeitsausfall, Kurbehandlungen und Invalidität, seien in der Studie nicht berücksichtigt worden.

Für ihre Arbeit hatten die Forscher die repräsentativen Krankheitskosten und Verzehrsdaten für Deutschland analysiert und errechnet, wie hoch die anteiligen Kosten eines unausgewogenen Verzehrs von Zucker, Salz und gesättigten Fetten sind. Bei diesen drei Stoffgruppen liegt der Verzehr in Deutschland oft deutlich über den offiziellen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Untersucht wurden in diesem Zusammenhang 22 verschiedene Krankheitsbilder.

Die Studie entstand im Rahmen der sogenannten Allianz NatLife 2020, einem Zusammenschluss von Unternehmen und Universitäten, die gemeinsam biologisch aktive Naturstoffe für Nahrungsmittel-Unternehmen erforschen und entwickeln. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „PLOS One“ veröffentlicht.

 

Originalbeitrag:

www.focus.de

6 Wege, um bewusster in den Tag zu starten

1. Finger weg vom Handy

Zugegeben – wenn der Wecker des Handys klingelt, ist es verführerisch, unseren treusten Begleiter gleich in der Hand zu behalten. Vielleicht sind ja über Nacht neue Nachrichten gekommen. Außerdem könnte man schauen, was sich in der Welt getan hat. Aber genau diese Dinge lenken uns von uns selbst ab. Für den Körper und den Geist ist es entspannender, die Zeit nach dem Aufwachen für sich zu reservieren. Durch Nachrichten oder Postings auf Social-Media-Kanälen kommen nur Anforderungen von außen auf uns zu. Oder sie versetzen uns in Unsicherheit. Also, weg damit. Lasst das Smartphone abends in einem anderen Raum und lasst euch ganz altmodisch von einem Wecker wecken.

2. Meditieren

Nur drei Minuten Meditation können den Körper für Stunden beruhigen. Dafür muss man noch nicht mal aufstehen. Es genügt, im Bett liegenzubleiben, sich auf Rücken zu drehen und die Augen wieder zu schließen. Atmet dann bewusst durch die Nase ein und verfolgt die Luft bis tief in den Bauch. Wie fühlt sich die Stelle an, durch die der Atem in euch eindringt? Wie strömt er wieder hinaus? Wenige Minuten achtsame Meditation können entspannender als ein Wochenend-Trip sein. Wer keine drei Minuten Zeit hat, nimmt einfach drei tiefe Atemzüge – der erste intensive Moment des Tages, den ihr euch selbst gönnt. Hier gibt es Anleitungen, wie man die richtige Meditation für sich findet.

3. An was Schönes denken

Gibt es was, auf das ihr euch an diesem Tag freut? Eure Lieblingskollegin, die aus dem Urlaub zurückkommt? Das nette Essen, das am Abend geplant ist? Die neue Staffel eurer Lieblingsserie, die ihr beginnen wollt? Wir neigen dazu, uns auf die negativen Dinge des Lebens zu fokussieren. Macht es doch einmal anders herum und freut euch auf die schönen. Dadurch nehmen wir sie bewusster wahr.

4. Den Körper spüren

Bei vielen Menschen läuft der Geist den ganzen Tag auf Hochtouren. Deshalb tut es morgens gut, den Körper zu spüren. Joggen im Park, Pilates im Wohnzimmer oder Frühschwimmen – nicht jeder hat die Zeit, morgens Sport zu treiben. Aber es ist eine Möglichkeit, um zu begreifen, dass wir mehr sind als der Kopf. Wer morgens schnell sein muss, weil beispielsweise die Kinder schon an der Bettkante warten, sollte sich zumindest kurz strecken. Selbst kleine Bewegungen machen einen Unterschied.

5. Aus Träumen lernen

Träume sind wie Therapie, sagt der Wissenschaftsautor Stefan Klein. Sie helfen uns, mit Problemen fertig zu werden und den Alltag zu sortieren. Selbst, wenn wir Alpträume haben, steckt darin eine Botschaft, die uns klar macht, wie wir schwierige Situationen bearbeiten können. Während wir träumen, haben wir jede Vernunft ausgeschaltet und setzen uns allein mit unseren Gefühlen auseinander. Das Gute ist, dass man lernen kann, sich an Träume zu erinnern. Legt euch ein Traumtagebuch neben euer Bett und schreibt jeden Morgen eure Träume auf. Je länger ihr das macht, desto leichter fällt es euch, Träume zu behalten.

6. Dankbar sein

Wer morgens erholt aufwacht und gesund ist, kann auch mal „Danke“ sagen. Dass das nicht selbstverständlich ist, merken wir spätestens, wenn wir krank sind. Zu schätzen, was man hat, ist die beste Voraussetzung, um den Tag zu genießen.

Artikel-Quelle:

releasex.bfriends.brigitte.de/

Aktennotizen zum Germanwings-Todespilot – Kochen, Einkaufen, Fernsehen – So lief der letzte Abend von Andreas L.

Noch immer ist unfassbar, was Andreas L. antrieb, die Germanwings-Maschine in den französischen Alpen zum Absturz zu bringen und 149 Menschen mit sich in den Tod zu reißen. Wie schlecht es psychisch um den 27-Jährigen bestellt war, bemerkte noch nicht mal seine Freundin. Das geht aus Aktenvermerken der Staatsanwaltschaft Düsseldorf hervorgeht, die der „Bild“-Zeitung vorliegen.

Der letzte Abend mit der Freundin

So verlief etwa der letzte Abend des Paares – der 23. März 2015 – völlig unauffällig, wie die Frau im Verhör der Polizei schilderte: L. habe bereits gekocht, als sie von der Arbeit nach Hause kam.

Man habe dann gemeinsam die Einkäufe für die Woche erledigt, anschließend ferngesehen und sei dann schlafen gegangen. Der Freundin sei „nichts Ungewöhnliches an seinem Verhalten aufgefallen“, notierten die Beamten. Von seinen massiven psychischen Problemen wusste die junge Frau nichts.Auch dass er an dem Tag eine Patientenverfügung unterzeichnet hatte, ahnte sie nicht.

Wie ihn sein Kollege am Tag vor dem Todesflug erlebte

Auch bei dem Piloten, mit dem er am Tag vor der Katastrophe einen gemeinsamen Flug von Düsseldorf nach Berlin-Tegel absolvierte, hinterließ er „insgesamt einen guten Eindruck“. Die beiden unterhielten sich unter anderem über Cockpit-Türen und den 11. September 2001.

Was im „Glückstagebuch stand“ 

Doch es war nichts okay. L. litt an schweren Schlafstörungen, wie er in seinem Tagebuch mit dem Titel „Glückstagebuch von Andy“ notierte, das er im Januar begann. An einer Stelle heißt es darin: „Vier Stunden am Stück geschlafen.“ Daneben malte L. einen Smiley, wie „bild.de“ berichtet. Im Buch fanden sich auch ein Rezept für das Beruhigungsmittel Lorazepam und das Antidepressivum Mirtazapin.

Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Beamten eine leere Packung der Antidepressiva Mirta TAD N2, Mirtazapin-Neurexpharm und Lorazepam-Neuraxpharm. Weitere leere Tablettenpackungen von Antidepressiva und Stimmungsaufhellern hätten im Mülleimer, berichtet „bild.de“ weiter.

Das Verhältnis zur Familie

Andreas L., Jahrgang 1987, hatte laut Akte eine ganz normale Kindheit in bürgerlichen Verhältnissen. Von Freunden wird er als häuslicher Typ beschrieben, besonders zu seiner Mutter soll er ein inniges Verhältnis gehabt haben. Mit seiner langjährigen Freundin plante er bereits eine eigene Familie.

Hausarzt befürchtete Psychose

Einen Großteil der Aktennotizen nimmt die Krankengeschichte des Kopiloten ein. L. besuchte zahlreiche Haus- und Augenärzte, Neurologen und Psychologen. Er schilderte vor allem Sehstörungen, Blitze und Lichtempfindlichkeit und hatte panische Angst vor dem Erblinden.

In einem Befund einer neurologischen Praxis in Düsseldorf von Februar 2015 heißt es: „Die Verdachtsdiagnose lautet auf hypochondrische Störung (…) Abgesehen von einem sehr fokussierten Denken auf die Sehstörung waren die erhobenen Befunde neurologischer und psychischer Art unauffällig. Suizidalität wurde verneint.“

L.s Hausarzt riet ihm im März 2015 zu einer Behandlung in einer Psychiatrischen Tagesklinik, weil er befürchtete, dass sich eine Psychose anbahnte, wie „bild.de“ berichtet. Der Arzt stellte L. vom 12. bis 30. März 2015 eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aus. Dennoch trat der Kopilot in dieser Zeit seinen Dienst an.

 

Ursprünglich veröffentlicht:

www.focus.de/

Milchzähne, Besuch & Brief der Zahnfee

Schon im Mutterleib werden die ersten Keimanlagen für das Milchgebiss gebildet. Die Milchzähne sind die Vorreiter der Zähne, welche dann ein Leben lang, bei guter Pflege, erhalten bleiben. Die ersten Milchzähne erscheinen meist ab dem 5. Lebensmonat. Das beginnende Zahnen ist für das Baby schmerzhaft. In dieser Zeit ist es ständig am quengeln und schlecht gelaunt. Es kann eine erhöhte Temperatur auftreten, verbunden mit erhöhtem Speichelfluss. Einhergehen können auch Rötungen an den Wangen, sowie Durchfall und ein wunder Po.

 

Die ersten Zähne / Milchzähne

Das Zahnfleisch schwellt an und es ist ein weißer Punkt sichtbar, wo der erste Zahn durchbricht. Der Durchbruch des Zahnes wird gefördert, indem das Baby auf einem Beißring herum kaut. Dabei werden die Schmerzen gelindert und das Zahnfleisch gleichmäßig massiert. Zuerst erscheinen die acht Schneidezähne im 6. bis 12. Lebensmonat. Gefolgt werden diese bis zum 18. Lebensmonat von den ersten vier Backenzähnen und bis zum 24. Lebensmonat von den vier Eckzähnen. Eltern können des gesamten Zahnungsvorgang ihres Kindes in einem Zahnkalender für Babys dokumentieren.

Als letztes, bis zum 30. Lebensmonat erscheinen dann die letzten vier Backenzähne. Das erste Gebiss besteht aus 20 Zähnen. Schon nach dem Durchbruch der ersten Milchzähne müssen diese sorgsam gepflegt werden, denn durch die dünne Zahnschmelzschicht sind sie sehr anfällig für Karies. Der erste Besuch beim Zahnarzt sollte im Alter von 2 Jahren stattfinden. Auch sollte das Kind in diesem Alter an das selbstständige Zähneputzen gewöhnt werden.

Besuch der Zahnfee

Ab dem 6. Lebensjahr erfolgt dann der Übergangsprozess von den Milchzähnen zu den bleibenden Zähnen. Der Ausfall der Milchzähne erfolgt durch das Nachrücken der bleibenden Zähne, diese befinden sich unter den Milchzähnen. Der Zahnwechsel ist für das Kind nicht schmerzhaft. Während dieser Zeit erhält das Kind dann auch den Besuch der Zahnfee. Im Tausch gegen den ersten Zahn legt sie einen Brief mit einem kleinen Geschenk dem Kind unter das Kopfkissen. Die Zahnfee soll dem Kind die Angst vor dem Zahnarzt nehmen und es zu einer regelmäßigen Zahnpflege ermuntern.

Brief von der Zahnfee

Natürlich kann die Zahnfee auch einen Brief unter dem Kopfkissen hinterlassen, der das Kind zur Zahnpflege ermuntern soll. Unter folgendem Link findet man einen kleinen Text mit einem passenden Briefpapier. So kann man schnell seinen Passenden Brief der Zahnfee erstellen.

 

Link zum Artikel:

www.vorname.com/ratgeber/kleinkind/zahnfee-besuch-brief-1183/

Innovationen aus der Medizin: Lesen im Atem

Hauche mich an, und ich sage dir, wie es deiner Leber geht. So lautet das Versprechen eines neuen Tests des kleinen Berliner Medizintechnik-Unternehmens Humedics. Er ermöglicht eine weitaus genauere und aktuellere Aussage über die Beschaffenheit der Leber, als es heute die Standard-Diagnostik-Verfahren Blutbild und Ultraschall schaffen. Dabei wird erstmals zeitnah das gemessen, was eigentlich zählt: Die Funktion der Leber. Auskunft darüber soll ausgerechnet die Atemluft geben.

Das zugrundeliegende Prinzip ist simpel: Zunächst bekommt der Patient eine Lösung mit 13C-Methacetin gespritzt, einem Molekül, bei dem einige Kohlenstoffatome gewissermaßen markiert sind – sie haben einen schwereren Kern als die meisten anderen Kohlenstoffatome. In gesunden Leberzellen bauen Enzyme 13C-Methacetin rasch zu Paracetamol ab und der markierte Kohlenstoff wird freigesetzt. Er gelangt über das Blut in die Lunge, wo er in die Atemluft übergeht.

Dort leitet eine Atemmaske die Luft in ein Messgerät, das mithilfe eines Infrarotlasers die relative Menge des schwereren 13-wertigen Kohlenstoffs bestimmt. An den Ergebnissen lässt sich ablesen, wie gut die Leber funktioniert: Je größer die Menge des schweren Kohlenstoffs in der Atemluft ist, desto mehr 13C-Methacetin wurde abgebaut – und desto gesünder ist die Leber.

Aktuelle Leberwerte innerhalb von 30 Minuten

Bislang wird der sogenannte Limax-Test nur bei klinischen Studien angewandt. In der Hepatologie, der Leberheilkunde, könnte er im Falle einer Zulassung für eine kleine Revolution sorgen. „Wenn man einem Menschen die Leber entfernen würde, würde man das an den Blutwerten erst Tage später sehen. Mit dem neuen Test dagegen hat der Arzt innerhalb von 30 Minuten einen Überblick, wie gut die Leber aktuell arbeitet“, sagt der Physiker Karsten Heyne von der Freien Universität Berlin, der den Test mitentwickelt hat.

Zu untersuchen, wie gut die Leber arbeitet, ist besonders vor Operationen an dem Organ wichtig. „Erst wenn die Funktion bekannt ist, lässt sich ungefähr voraussagen, ob ein Patient mit einem Lebertumor eine ausgedehnte Operation überlebt“, sagt Andreas Geier, Leiter des Schwerpunktes Hepatologie am Universitätsklinikum Würzburg. Er sieht die Entwicklung des Tests positiv: „Das erweitert unsere Diagnostik deutlich und kann künftig sogar Leben retten“, so Geier.

Erste Zwischenergebnisse der klinischen Studien geben ihm recht: Seit der Test bei Studien an der Charité in Berlin und elf anderen Kliniken eingesetzt wird, ist die Sterberate nach Leberoperationen um mehr als die Hälfte gesunken. „Bei Leberkrebs entfernen Chirurgen den Tumor und große Teile in der Umgebung. Bislang konnte man den Eingriff aber bei vielen Patienten nicht wagen, weil das Risiko eines kompletten Leberversagens zu hoch war. Der Test erlaubt nun, die Kapazität der Leber im Vorhinein besser einzuschätzen“, erklärt Geier.

Bessere Datenlage für akute Entscheidungen

Nicht nur bei Leberkrebs könnte der Test Ärzte beim Treffen lebenswichtiger Entscheidungen unterstützen, auch sonst sind viele Einsatzgebiete denkbar. Wie stark etwa beeinträchtigt die im Ultraschall gefundene Leberzirrhose die Funktion der Leber? Gibt es bei einem akuten Leberversagen noch eine Chance, die Leber zu retten, oder ist eine Lebertransplantation unausweichlich?

„Im Grunde kann der Test bei fast jeder Lebererkrankung wertvolle Erkenntnisse liefern, die den Verlauf der weiteren Therapie beeinflussen“, sagt Geier. Aber auch bei ganz anderen Problemen könnte der Test den Ärzten helfen: Weil die Leber das zentrale Organ des gesamten Stoffwechselsist, ist die Kenntnis ihrer Funktion vor aufwendigen Operationen und bei Chemotherapien wertvoll.

Vor wenigen Wochen wurde der Test mit dem Innovationspreis Berlin-Brandenburg ausgezeichnet. Auch wegen seines enormen Potenzials gelang es dem Unternehmen problemlos, Risikokapital für die Finanzierung der klinischen Studien zu sammeln. Der einzige Haken: Es dürfte noch dauern, bis der Test zugelassen wird. Anfang nächsten Jahres soll es so weit sein. Bis die Krankenkassen den Test in ihren Leistungskatalog aufnehmen, wird noch weitere Zeit vergehen.

Bis dahin bleibt Patienten nichts anderes übrig, als zu hoffen, den Test im Rahmen der klinischen Studien nutzen zu können. Die Chancen stehen gar nicht so schlecht: Obwohl er offiziell noch nicht zugelassen ist, haben die Ärzte den Test an Universitätskliniken mehr als 12.500-mal eingesetzt. Der Nutzen ist offenbar einfach zu groß, um bis zur Zulassung zu warten.

Kopfschmerzen in der Schwangerschaft

Die Nachricht, schwanger zu sein, ist erst einmal Grund zur Freude für die schwangere Frau. Doch manchmal wird das Glück über die eingetretene Schwangerschaft mehr oder weniger getrübt von Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit und Erbrechen, Müdigkeit, Geruchsempfindlichkeit, Verstopfung oder Durchfall, Wassereinlagerungen oder auch Haarprobleme / Haarausfall.

Viele Frauen klagen aber auch über Kopfschmerzen in der Schwangerschaft. Doch da Schwangere keine Medikamente zu sich nehmen sollten, müssen werdende Mütter mit alternativen Möglichkeiten versuchen, ihre Kopfschmerzen zu bekämpfen und los zu werden, so dass das ungeborene Baby keine Schäden davon trägt.

 

Wie kommt es zu Kopfschmerzen in der Schwangerschaft?

 

Der Körper reagiert auf die schwangerschaftsbedingte Hormonumstellung mit Kopfschmerzen. Kopfschmerzen bei der schwangeren Frau können aber auch durch Stress, Anstrengung, Verspannung im Nacken, schlechte Raumluft oder bei Wetterfühligkeit ausgelöst werden.

Wer schwanger ist, und neben den Kopfschmerzen auch mit Erbrechen und Augenflimmern zu kämpfen hat, sollte diese Symptome sehr ernst nehmen und umgehend den Arzt oder die Hebamme aufsuchen. In einem solchen Fall kann es sich um eine Schwangerschaftsvergiftung, eine sogenannte Gestose, handeln.

 

Was kann man gegen Kopfschmerzen in der Schwangerschaft tun?

 

Wer schwanger ist, sollte mit Rücksicht auf das ungeborene Kind möglichst auf Kopfschmerztabletten verzichten. Keinesfalls sollten Medikamente, auch wenn sie nicht rezeptpflichtig sind, ohne vorherige Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Es gibt eine ganze Reihe unbedenklicher Möglichkeiten, die bei Kopfschmerzen in der Schwangerschaft helfen können: Beispielsweise kann man Nacken und Stirn mit Heilpflanzenöl einmassieren.

Ein Spaziergang an der frischen Luft hilft ebenfalls. Wer schwanger ist und Kopfschmerzen hat, sollte sich tagsüber mehr Ruhe gönnen und öfter entspannen. Yoga und Autogenes Training wirken ebenfalls entspannend und lindern so indirekt Kopfschmerzen in der Schwangerschaft.

 

Link zum Artikel:

http://www.vorname.com/ratgeber/gesund-fit/

Nacht­blindheit: Wenn Dunkelheit zum Problem wird

Wer einen schlecht beleuchteten Raum betritt, sieht zunächst wenig – das Auge gewöhnt sich aber an die Dunkelheit. Wer nacht­blind ist, wartet darauf vergebens. Das Sehvermögen bleibt bei Dämmerung oder Nacht vermindert. Häufige Ursache: Bestimmte Zellen der Netzhaut funk­tionieren nicht richtig. Die Stäbchen, also die Sinnes­zellen für hell und dunkel, arbeiten dann nur noch einge­schränkt oder gar nicht. Nacht­blindheit kann vererbbar sein, so wie bei der Augen­krankheit Retino­pathia pigmentosa – oder Folge eines Diabetes. In Entwick­lungs­ländern ist oft ein Mangel an Vitamin A die Ursache, bei uns eher selten. Wer an grauem Star leidet, sieht durch die Trübung der Linse im Dunkeln zwar verschwommen und fühlt sich von Licht geblendet – nacht­blind ist er nicht.

Tipp: Wer nachts schlecht sieht, sollte beim Augen­arzt die Ursache klären lassen. Und er sollte darauf verzichten, sich bei Dunkelheit ans Steuer zu setzen.

Erstmals erschienen auf:

Welt – Diabetes – Tag : Diabetes – Zahlen steigen

Weltweit leiden immer mehr Menschen an Diabetes – vor allem in den Industrieländern. Auch in Deutschland steigen die Zahlen seit Jahren. Und: Deutschland hinkt bei einem nationalen Diabetesplan hinterher.

MÜNCHEN. Die Zahlen sind alarmierend: Rund sechs Millionen Menschen in Deutschland leiden an Diabetes, ein Drittel mehr als noch vor 15 Jahren. „Diabetes ist eine Volkskrankheit“, sagte Thomas Danne, Chefarzt am Kinder- und Jugendkrankenhaus auf der Bult in Hannover und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Diabetes-Hilfe.

Rund 750 Menschen erkranken jeden Tag neu an Diabetes, jede Stunde sterben drei Menschen an der Krankheit. Etwa 95 Prozent der Betroffenen leiden dabei an Diabetes Typ 2, früher Altersdiabetes genannt.

Typ 1 ist deutlich seltener, allerdings steigen die Zahlen auch hier. Beim heutigen Welt-Diabetes-Tag wollen Experten vor allem darüber aufklären, wie man gut mit der Krankheit leben kann.

Die Ursache für den rapiden Anstieg von Typ 2 liegt für Matthias Tschöp, Diabetes-Forscher am Helmholtz Zentrum München, auf der Hand: die wachsende Zahl übergewichtiger Menschen.

„Das Problem bekommen wir einfach nicht in den Griff“, sagt Tschöp. Fettleibigkeit gilt als eine der Hauptursachen für Diabetes Typ 2. „Wir haben bis heute keine Medikamente gegen Fettleibigkeit“, erklärt der Mediziner. Einzig chirurgische Eingriffe wie ein Magenbypass seien möglich.

Experter: Arznei gegen Adipositas nötig

Tschöp will deshalb Medikamente entwickeln, die Fettleibigkeit und Diabetes gleichzeitig bekämpfen. „Wir brauchen Medikamente, die viel wirksamer sind als heute.“

Helfen sollen dabei die verschiedenen Arten von Fettgewebe im Körper. „Es gibt Fettzellen, die Fett nicht speichern, sondern verbrennen“, erzählt Tschöp. Der Mediziner und seine Kollegen vom Helmholtz Zentrum untersuchen seit einiger Zeit genauer, wie sich das „gute“ braune Fettgewebe vom „bösen“ weißen Gewebe unterscheiden lässt.

„Wir müssen es schaffen, weiße in braune Fettzellen umzuwandeln – also Zellen, die Kalorien speichern umwandeln in Zellen, die Kalorien verbrennen.“ Wie das genau funktioniert, wissen die Wissenschaftler aber noch nicht.

Genetische Ursachen für Fettleibigkeit

Wichtig ist Tschöp, Diabetes-Patienten nicht abzustempeln nach dem Motto: „Der ist ja selber schuld.“ Und er betont: „Es gibt genetische Gründe für Fettleibigkeit, viele Betroffene haben mit Willem allein überhaupt keine Chance.“

Manch ein Übergewichtiger bekomme nie Diabetes, andere litten auch ohne zu viel Gewicht an der Krankheit. „Das Leben ist da nicht fair“, sagt Kinderarzt Danne.

Viele Diabeteskranke trauten sich mit ihrer Krankheit aus Furcht vor Ausgrenzung nicht an die Öffentlichkeit.

Für Danne ist Diabetes deshalb auch ein gesellschaftliches Problem, das sich durch neue Medikamente und Therapien allein nicht in den Griff bekommen lässt.

„Unsere Gesellschaft macht gesundes Leben nicht gerade leicht“, sagt Danne. Ändern soll das ein nationaler Diabetes-Aktionsplan. „18 EU-Staaten haben den bereits, Deutschland hinkt hinterher.“

Diabetes-Register gefordert

Mit einem solchen Plan will Danne die Interessen der verschiedenen Lobbygruppen binden – ob Ärzte, Politik oder Nahrungsmittelindustrie. Auch die Früherkennung soll besser werden.

Viele Menschen bemerken Diabetes erst, wenn sie bereits an Folgeerkrankungen leiden. „Hoher Zucker tut ja nicht weh“, erklärt Danne.

Der Kinderarzt fordert zudem ein zentrales Diabetes-Register. „Wir wissen immer noch viel zu wenig darüber, wie die Leute behandelt werden.“

Der Bundesrat hat sich im Sommer für einen nationalen Diabetesplan ausgesprochen. Danne sieht jetzt die Bundesregierung am Zug. (dpa)

 

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Seltene Umgehung der Arzneimittelbewertung

Berlin: (hib/PK) Die Bundesregierung will notfalls mit einer gesetzlichen Änderung verhindern, dass vermehrt neue Arzneimittel mit einem unklaren Nutzen auf den Markt kommen. Eine bestimmte Entwicklung in dieser Frage sei derzeit zwar noch nicht zu erkennen, die mögliche Problematik werde aber aufmerksam verfolgt, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (18/2964) auf eine Kleine Anfrage (18/2733) der Fraktion Die Linke. Die Abgeordneten befürchten eine Umgehung der gesetzlich vorgeschriebenen frühen Nutzenbewertung neuer Arzneimittel.

Anfang 2011 war das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) in Kraft getreten, um die steigenden Arzneimittelpreise zu deckeln. Dem Gesetz zufolge bestimmt nun der Zusatznutzen eines Medikaments den Abgabepreis. Zuvor konnten Hersteller für neue Präparate hohe Preise verlangen, auch wenn ein zusätzlicher Nutzen nicht belegt war. Nun müssen die Hersteller bei der Marktzulassung ein Dossier vorlegen mit Nachweisen für einen Zusatznutzen gegenüber der herkömmlichen Therapie.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) entscheidet dann, ob der Zusatznutzen gegeben ist. Auf dieser Grundlage führen der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Spitzenverband) und der Hersteller die Preisverhandlungen. Hat das neue Medikament keinen Zusatznutzen, wird es einer Gruppe ähnlicher Präparate mit einem Festbetrag zugeordnet.

Legt der Hersteller den Nachweis nicht rechtzeitig oder vollständig vor, gilt der Zusatznutzen als nicht belegt. Hersteller können jedoch darauf verzichten, ein Dossier einzureichen und auf einen Erstattungsbetrag in der Größenordnung der Vergleichstherapie setzen. In dem Fall bleibt der Zusatznutzen unklar. Problematisch wäre dies, wenn das neue Präparat schlechter wäre als die Vergleichstherapie.

Nach Angaben der Regierung liegt die Beweislast für den Zusatznutzen eines Präparates beim Hersteller. Falls kein Dossier eingereicht werde, könne weder ein Zusatznutzen noch ein womöglich geringer Nutzen festgestellt werden. In der Regel strebten die pharmazeutischen Hersteller aber den Nachweis eines Zusatznutzens ihres Präparates an. Nur in zehn Fällen, die unter das AMNOG fallen, hätten Hersteller keine Unterlagen eingereicht, darunter seien vier Präparate bestehenden Festbetragsgruppen zugeordnet worden.

Für Arzneimittel ohne Dossier habe die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) seit 2011 rund 23 Millionen Euro ausgegeben. Auf Arzneimittel, die einer Festbetragsgruppe zugeordnet wurden, entfielen davon rund zehn Millionen Euro. Dem G-BA wurden den Angaben zufolge bislang außerdem in 39 Fällen unvollständige Unterlagen zu neuen Medikamenten übermittelt, in 31 Fällen sei das Dossier noch vervollständigt worden.

 

Zuerst veröffentlicht auf:

http://www.bundestag.de/presse/hib/2014_11/