Archive for the ‘Pharmazie’ Category

Australien lässt Abtreibungspille breiter zu

Jeder Arzt mit Schulung kann die Pille verschreiben. Vor sechs Jahren hatte das Parlament grundsätzlich den Weg für RU486 freigemacht.

Sydney. Australiens Arzneimittelzulassungsbehörde hat die Genehmigung für die Abtreibungspille RU486 und verwandte Präparate ausgeweitet. Nach der Entscheidung vom Donnerstag dürfen die Mittel künftig von allen Ärzten verschrieben werden, die eine Schulung bei der Familienplanungsorganisation „Marie Stopes International“ absolviert haben, wie die Zeitung „The Australian“ (Onlineausgabe) berichtete. „Marie Stopes“ tritt für eine weitestgehende Freigabe von Abtreibungen ein und führt auch selber Schwangerschaftsabbrüche durch. Bislang beschränkte sich der Kreis der australischen Ärzte, die die Abtreibungspille verordnen durften, auf 187 von der Zulassungsbehörde approbierte Mediziner.

Lebensschützer kritisierten die Entscheidung. Die „Australian Christian Lobby“ erklärte, die Abtreibungspille sei „nicht im besten Interesse der Frauen“. Es sei zudem eine „Beleidigung“, RU 486 als Medikament zu bezeichnen. „Schwangerschaft ist keine Krankheit“, sagte Wendy Francis, Sprecherin der Organisation. Katrina Haller von „The Right to Life Australia“ sprach von einem „traurigen Tag für die Ungeborenen“. Sie sei schockiert, dass das Präparat als „sicheres und effektives“ Mittel von der Behörde registriert worden sei. (mehr …)

Diätpillen und Potenzmittel – Giftige Nahrungsergänzungsmittel überschwemmen das Netz

Sie sollen schön, schlank oder gesund machen: Pillen, Pulver oder Tropfen aus der Natur, die im Internet verkauft werden. Doch einige von ihnen sind hochgiftig. Angeboten wurden sie auch über Plattformen wie Amazon oder Ebay.
Angeblich kann „MMS“ („Miracle Mineral Supplement“) Grippe, Krebs und Beckenbrüche heilen. In Wahrheit aber ist es hochgiftig. Das berichtet der Bayerische Rundfunk (BR) in einer aktuellen Reportage. Das angebliche Naturheilpräparat dürfe nicht als Arzneimittel verkauft werden und habe bei vielen Käufern bereits bedenkliche Nebenwirkungen hervorgerufen – sei aber ganz leicht im Internet zu bestellen. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor der Einnahme, weil diese unter anderem zu Bauchschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen führen kann und bei Hautkontakt zu Verätzungen führen kann. Kein Wunder – MMS ist nichts anderes als der Ausgangsstoff für ein Bleichmittel.

Anbieter sitzen im Ausland – meistens

Auch so manche Diätpillen, Potenzmittel oder „Pseudomedikamente“ zählten zu den gefährlichen Produkten aus dem Netz, so der BR. Die angeblich rein natürlichen und pflanzlichen Mittelchen werden als Nahrungsergänzungsmittel verkauft, enthalten in vielen Fällen jedoch in Deutschland verbotene oder verschreibungspflichtige Substanzen. Die zahlreichen Anbieter operierten meist aus dem Ausland – doch auch in Bayern fand der BR Händler. Sie nutzen dafür unter anderem die großen Verkaufsplattformen Ebay und Amazon.

Rechtlich seien diese Plattformen nicht verpflichtet, einen Artikel zu überprüfen, der von privaten Händlern angeboten wird. Gegenüber dem BR erklärte Amazon (das die Produkte nicht selbst verkauft, sondern die Verkaufsplattform zur Verfügung stellt), erst dann zu reagieren, wenn es von Dritten auf verbotene Aktivitäten hingewiesen werde. Der Verkauf illegaler Waren sei den Anbietern jedoch untersagt. Bei Ebay suchten Mitarbeiter aktiv nach unzulässigen Angeboten, das Online Aktions- und Versandhaus arbeite außerdem nach eigenen Angaben eng mit den Behörden zusammen. (mehr …)

Suvorexant: Neues Mittel gegen Schlaflosigkeit

Freitag, 30. November 2012

Whitehouse Station/New Jersey – Die Blockade eines Neurotransmitters, der im Hypothalamus an der Weckreaktion beteiligt ist, kann bei Patienten die Schlafeffizienz verbessern. Dies zeigen Untersuchungen an Patienten mit primärer Insomnie in Neurology (2012, doi: 10.1212/WNL.0b013e31827688ee). Der Hersteller hat in den USA kürzlich die Zulassung als Schlafmittel beantragt. (mehr …)

Australien lässt Abtreibungspille breiter zu

Jeder Arzt mit Schulung kann die Pille verschreiben. Vor sechs Jahren hatte das Parlament grundsätzlich den Weg für RU486 freigemacht.

Sydney. Australiens Arzneimittelzulassungsbehörde hat die Genehmigung für die Abtreibungspille RU486 und verwandte Präparate ausgeweitet. Nach der Entscheidung vom Donnerstag dürfen die Mittel künftig von allen Ärzten verschrieben werden, die eine Schulung bei der Familienplanungsorganisation „Marie Stopes International“ absolviert haben, wie die Zeitung „The Australian“ (Onlineausgabe) berichtete. „Marie Stopes“ tritt für eine weitestgehende Freigabe von Abtreibungen ein und führt auch selber Schwangerschaftsabbrüche durch. Bislang beschränkte sich der Kreis der australischen Ärzte, die die Abtreibungspille verordnen durften, auf 187 von der Zulassungsbehörde approbierte Mediziner.

Lebensschützer kritisierten die Entscheidung. Die „Australian Christian Lobby“ erklärte, die Abtreibungspille sei „nicht im besten Interesse der Frauen“. Es sei zudem eine „Beleidigung“, RU 486 als Medikament zu bezeichnen. „Schwangerschaft ist keine Krankheit“, sagte Wendy Francis, Sprecherin der Organisation. Katrina Haller von „The Right to Life Australia“ sprach von einem „traurigen Tag für die Ungeborenen“. Sie sei schockiert, dass das Präparat als „sicheres und effektives“ Mittel von der Behörde registriert worden sei. (mehr …)