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Mehr Möglichkeiten beruflicher Weiterbildung

Arbeitnehmer ohne Berufsausbildung erhalten bei Teilnahme an einer abschlussbezogenen Weiterbildung künftig Prämien für bestandene Zwischen- und Abschlussprüfungen. Der Vorrang, jemanden in ein neues Beschäftigungsverhältnis zu vermitteln, soll einer Weiterbildung künftig nicht mehr im Weg stehen, wenn durch diese eine dauerhafte berufliche Eingliederung erreicht werden kann.

Das beschloss der Bundestag am Donnerstag, 2. Juni 2016, indem er mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD den geänderten Gesetzentwurf (18/8042) der Bundesregierung zur Stärkung der beruflichen Weiterbildung und des Versicherungsschutzes in der Arbeitslosenversicherung (AWStG) annahm. Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen enthielten sich bei der Abstimmung.

Regierungsentwurf und Anträge der Opposition

Zu den umfangreichen Regeln des Entwurfes gehört auch, dass Menschen, die ihre Beschäftigung oder den Bezug von Arbeitslosengeld durch eine länger andauernde Weiterbildung unterbrechen, den zuvor bestehenden Arbeitslosenversicherungsschutz auf dem Weg einer freiwilligen Weiterversicherung durch Zahlung eigener Beiträge aufrechterhalten können. Außerdem wird eine bis Ende 2016 befristete Sonderregelung zur verkürzten Anwartschaftszeit für überwiegend kurzzeitig Beschäftigte bis 31. Juli 2018 verlängert.

Grüne und Linke hatten jeweils eigene Anträge eingebracht, die jedoch abgelehnt wurden. Die Linke hatte in ihrem Antrag (18/7425) unter anderem gefordert, die Rahmenfrist, innerhalb derer Anwartschaftszeiten für den Bezug von Arbeitslosengeld (ALG I) erworben werden müssen, von zwei auf drei Jahre heraufzusetzen und die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld zu verlängern.

Die Grünen plädierten in ihrem Antrag (18/5386) ebenfalls dafür, Beitrags- und Anwartschaftszeiten grundlegend neu zu regeln. So sollte schon nach viermonatiger Beitragszeit ein zweimonatiger Bezug von Arbeitslosengeld möglich sein und die freiwillige Arbeitslosenversicherung für alle Selbstständigen geöffnet werden.

Bundesregierung: Präventive Arbeitsmarktpolitik

Anette Kramme (SPD), Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, lobte den Gesetzentwurf als „Beitrag für eine präventive und aktivierende Arbeitsmarktpolitik“, von dem Menschen profitieren, denen Weiterbildung bisher verschlossen war.

Sie betonte, dass sich die SPD in Bezug auf eine Verlängerung der Rahmenfrist auf drei Jahre mehr erhofft hätte, dies aber „nicht erreichbar“ gewesen sei.

Linke: Es gibt kaum Weiterbildungsangebote

„Eine tatsächliche Stärkung der Weiterbildung suche ich in dem Entwurf vergeblich“, resümierte dagegen Sabine Zimmermann (Die Linke).

Sie warf der Bundesregierung vor, das Bild des unmotivierten Erwerbslosen zu bemühen, wenn sie davon rede, mit Prämien die Motivation stärken zu wollen. „Das ist schäbig. Denn die Wahrheit ist: Viele Erwerbslose wollen sich weiterbilden, aber es gibt kaum Weiterbildungsangebote für sie.“

CDU/CSU: Wir schließen Lücken

Albert Weiler (CDU/CSU) hielt dagegen: „Mit dem Gesetzentwurf nehmen wir vor allem Geringqualifizierte und Langzeitarbeitslose in den Focus, um sie zu qualifizieren.“ Derzeit breche jeder vierte Teilnehmer seine Weiterbildung vorzeitig ab. Diese Zahl zu reduzieren, sei der richtige Weg, so Weiler.

Außerdem würden Lücken in der Arbeitslosenversicherung geschlossen, durch die Möglichkeit, sich während einer Weiterbildung freiwillig weiter zu versichern.

Grüne: Mit zweierlei Maß

Brigitte Pothmer (Bündnis 90/Die Grünen) erkannte zumindest eine Gemeinsamkeit mit der Bundesregierung, nämlich in der Feststellung, dass Deutschland ein Fachkräftearbeitsmarkt sei und man in die Fachkräfte investieren müsse. „In begrenztem Umfang“ tue dies der Gesetzentwurf für die Bezieher von Arbeitslosengeld I, sagte Pothmer.

Sie warf der Regierung jedoch vor, mit zweierlei Maß zu messen, weil sie bestimmte sinnvolle Änderungen, wie die Abschaffung des Vermittlungsvorrangs, nicht auf SGB-II-Bezieher (Hartz IV) ausdehne. „Sie haben die SGB-II-Bezieher vollständig abgeschrieben“, warf sie der Regierung vor.

SPD: Neue Wege eröffnen

Für die Sozialdemokraten betonte Michael Gerdes (SPD): „Wir verabschieden das Gesetz, damit mehr Menschen Zugang zu beruflicher Weiterbildung und Ausbildung haben. Wir wollen denjenigen, die bisher von Arbeit und Ausbildung ausgeschlossen sind, neue Wege eröffnen.“ Es sei nicht hinnehmbar, dass die Mehrheit der Menschen im SGB-II-Bezug keinen Berufsabschluss hat.

Je geringer die Qualifikation, je geringer seien die Chancen, desto weniger Teilhabe gebe es. „Wir wollen als Sozialdemokraten selbstverständlich das Gegenteil“, bekräftigte Gerdes. (che/02.06.2016)

 

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Bildung für Flüchtlinge: Mehr als nur Deutsch lernen

Bildung für Flüchtlinge

„Neuzuwanderer-Klassen“ sollen Flüchtlinge auf den Arbeitsmarkt vorbereiten. Lamin Jawara träumt davon, Metallbauer zu werden.

Lamin Jawara kommt aus Guinea-Bissaus Hauptstadt Bissau. Er entfloh den Wirren des Militärputsches im April 2012. Truppen des Generals Mamadu Ture und Soldaten der Regierung lieferten sich Straßengefechte in Jawaras Heimatstadt. Seit Mai 2014 lebt der 18-Jährige in Berlin. Genauer: in Kreuzberg, nur zwei Straßen von der Hans-Böckler-Schule entfernt. Dort, an den Werkbänken der Berufsschule, ist sein Messing-Bär entstanden.Der Bär aus Messing glänzt hell. Lamin Jawara stellt ihn mitten auf den Tisch. Er streicht vorsichtig über die glatt polierten Kanten des Berliner Wappentiers und grinst. „Den habe ich gemacht“, sagt er.

Lamin Jawara ist einer von 36 Flüchtlingen, die in drei sogenannten Neuzuwanderer-Klassen Deutsch, Mathe und Englisch lernen. „Neuzuwanderer“ – das sind laut Goethe-Institut alle MigrantInnen, die später als 2004 nach Deutschland gekommen sind. Die Lehrgänge an der Berufsschule dauern ein Jahr und werden seit Anfang dieses Jahres angeboten. Auch praktischer Unterricht in der Metallwerkstatt steht auf dem Stundenplan. Ziel ist es, den Flüchtlingen den Weg zu einem Ausbildungsplatz zu ebnen.

„Die Flüchtlinge können ohnehin nicht acht Stunden am Tag Deutsch lernen“, sagt Schulleiter Thomas Pinnow. So üben sie schon mal, was bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz zählt: Sie schweißen, löten, feilen und polieren Metalle in der Werkstatt.

Jawaras Lieblingsfach ist Deutsch. Heute geht es um Imperative. Jawara rückt sein Arbeitsblatt zurecht, nimmt einen Schluck aus der Energydrink-Dose. Was war nochmal die Befehlsform von „wechseln“? Er schreibt „wechsele“. Frau Podskarbi, seine Lehrerin, kontrolliert gerade die Lösungen seines Sitznachbarn Ssade aus dem Libanon. „Sie müssen schauen, worauf sich das Verb bezieht“, sagt sie. Ssade nickt.

Neben Jawara und Ssade sitzen sechs weitere Flüchtlinge im Klassenzimmer. Maximal zwölf Schüler zählt eine Neuzuwanderer-Klasse. „In Guinea-Bissau hatte ich fast 50 Klassenkameraden“, sagt Jawara und lacht. Schon damals habe er nach der Schule handwerklich gearbeitet. Nach dem Lehrgang in der Neuzuwanderer-Klasse möchte er eine Ausbildung beginnen, am liebsten zum Metallbauer.

„Trotz der Schwierigkeiten mit der Sprache sind die Neuzuwanderer sehr motiviert“, sagt Schulleiter Pinnow. Einige wollten sogar in den Sommerferien zur Schule gehen. Was viele antreibt, ist die Aussicht auf einen Ausbildungsplatz. Der Bedarf ist groß: Vergangenes Jahr blieben in Deutschland etwa 37 000 Lehrstellen unbesetzt.

Viele Betriebe scheuen sich jedoch, Flüchtlinge als Azubis einzustellen. Ein Grund könnte sein: „Wenn ein Flüchtling noch kein Aysl bekommen hat und die Unternehmen ihn einstellen, riskieren sie, dass ihr Azubi abgeschoben wird“, sagt Pinnow. In den einjährigen Neuzuwanderer-Klassen können die Flüchtlinge die Zeit ihres Asylverfahrens sinnvoll überbrücken.

 

Lamin Jawara fühlt sich an der Hans-Böckler-Schule wohl. Die Kreuzberger Schule hat Erfahrung mit Migranten, in manchen Klassen liegt der Anteil über 80 Prozent. Sie bildet circa 1.000 Jugendliche aus, die meisten davon zum Karosseriemechaniker oder Metallbauer. Dass Jawara hier gelandet ist, war kein Zufall.

„Wir fragen die Menschen nach ihren Neigungen, bevor wir sie an die Berufsschulen vermitteln“, sagt Tatjana Rest von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport. Bedeutet: Wer sich zum Beispiel für Mode interessiert, besucht eine Berufsschule für Mode und Bekleidung. Über 500 minderjährige Flüchtlinge haben Rest und ihre Kollegen so schon an die Schulen gebracht.

Lamin Jawaras Eltern sind tot, er kam allein nach Deutschland. Ein Sozialarbeiter kümmerte sich nach der Registrierung in Berlin um ihn. An der Hans-Böckler-Schule habe er mittlerweile neue Vertrauenspersonen gefunden. Die Lehrer seien nett und geduldig. „Das kenne ich aus meiner Heimat anders“, sagt Jawara.

Sein Asylverfahren läuft noch – seit bald eineinhalb Jahren. Die Chancen, eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen, sind gering. Vergangenes Jahr lag die Schutzquote bei Asylanträgen aus Guinea-Bissau bei mickrigen 0,8%. Trotzdem hofft Jawara, hier bleiben zu können. „Ich habe einen Rechtsanwalt, der mir mit den Anträgen hilft“, sagt er.

Der heute 18-Jährige war insgesamt zwei Jahre lang auf der Flucht. Die Bilder der Gewalt in seiner Heimat habe er nicht vergessen, erzählt er. Da helfe ihm der geregelte Tagesablauf sehr, in Deutschland Fuß zu fassen: „Ich bin bis halb zwei in der Schule, danach esse ich meist in der Cafeteria.“ Nachmittags spielt Jawara Basketball. Bis vor kurzem trainierte er mehrmals in der Woche. Jetzt ist Jawara nur noch ab und zu auf dem Sportplatz. „Ich will mich voll und ganz auf den Unterricht konzentrieren“, sagt er.

 

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www.taz.de/Bildung-fuer-Fluechtlinge/!5232046/

Deutscher Bundestag: Berufsbildungsbericht 2013 weist auf Fachkräftemangel hin

Berlin: (hib/ROL) Auf dem deutschen Arbeitsmarkt haben junge Menschen, die ein Ausbildung beginnen möchten, derzeit gute Chancen. Viele Betriebe konkurrieren um die Auszubildenden, heißt es in der Unterrichtung durch die Bundesregierung dem „Berufsbildungsbericht 2013“ (17/13650). Der zunehmende Wettbewerb um Nachwuchskräfte stärke die Position und die Auswahlmöglichkeiten der Ausbildungsbewerber. In 2012 hätten vor allem kleine und mittlere Unternehmen vielerorts Schwierigkeiten gehabt, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Die Zahl unbesetzter Ausbildungsplätze sei mit 33.275 Stellen im Jahr 2012 die höchste seit langem. (mehr …)

Ausbildung: Auszubildende wollen ernst genommen werden

Was erwarten Schüler vom Ausbildungsbetrieb? Eine neue Studie zeigt: Das Betriebsklima ist ihnen wichtiger als die Vergütung. Vor allem wollen sie respektiert werden.

 

Der Ausbildungsmarkt hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. „Der Markt hat sich umgekehrt und damit auch die Machtverhältnisse zugunsten der jungen Leute“, sagt Klaus Gräbener, Ausbildungschef bei der Industrie- und Handelskammer in Siegen. Schulabgänger mit guten Noten auf dem Zeugnis dürften 2013 freie Auswahl haben. In vielen Branchen können Bewerber gleich unter mehreren Ausbildungsplätzen aussuchen, denn viele Betriebe können ihre Lehrstellen schon heute nicht mehr besetzen.  (mehr …)

Beruf: Lehrer/in – Lehrerausbildung: Lehrer gespalten

Wien – Ein mehrstufiges Aufnahmeverfahren, vierjährige Bachelor-Ausbildung sowie ein- bis eineinhalbjähriges Masterstudium für Lehrer aller Schulstufen und eine ein- bis zweijährige Berufseinführung an der Schule durch einen Mentor – das sehen die Gesetzesentwürfe zur Reform der Lehrerausbildung vor. Die Regierung muss sich in den Stellungnahmen zum Entwurf, dessen Begutachtungsfrist heute, Freitag, endet, allerdings Kritik gefallen lassen: Während die Reform der AHS-Lehrergewerkschaft zu weit geht, ist sie aus Sicht der Pflichtschullehrer nicht weitreichend genug. In einer Vielzahl von Stellungnahmen wird außerdem bekrittelt, dass die Kindergartenpädagogen nicht von der Reform erfasst sind. (mehr …)

Fahrradmechaniker: Drahtesel-Schrauber werden wieder gesucht

Immer mehr Menschen steigen aufs Rad um. Davon profitieren Zweiradmechaniker: Sie warten und reparieren Fahrräder. Ihre Jobchancen sind gut, zeigt der Beruf der Woche.

Mindestens 67 Millionen Fahrräder besitzen die Deutschen laut Statistischem Bundesamt – wahrscheinlich sogar viel mehr. Denn Radfahren ist nicht nur gesund und umweltschonend, es macht auch Spaß. Wenn nur die lästigen Reparaturen nicht wären. Über die freut sich Torsten Ueberfeldt, Zweiradmechaniker mit eigenen Zweiradwerkstätten in Bremen. „In den letzten Jahren hat der Radverkauf wieder zugenommen. Es gibt immer mehr Menschen, die auf ihr Auto verzichten und komplett aufs Rad umsteigen“, sagt er. Und weil mehr Räder auch mehr Aufträge für Wartung und Reparatur bedeuten, nimmt auch dieses Geschäft ordentlich zu. „Jetzt im Frühjahr haben wir besonders viel zu tun. Da ist bei uns Hochsaison.“ (mehr …)

Gerber: Tote Haut wird Handtasche

 

Weich, anschmiegsam, aber auch robust und strapazierfähig soll es sein. „Leder ist ein faszinierendes und vielseitig verwendbares Naturprodukt. Denken Sie nur mal an die Vielfältigkeit von Lederschuhen“, sagt Thomas Schröer vom Verband der Deutschen Lederindustrie e.V. Wanderschuhe brauchen widerstandsfähiges Leder, Glattlederschuhe dagegen besonders makelloses. Taschen, Kleidung, Möbel, Autositze, Reitsportutensilien – „Leder muss gut aussehen, atmungsaktiv, wasserabweisend und extrem belastbar sein“, sagt Schröer. Alles das aus den Häuten von Tieren rauszuholen, ist ein Job für Gerber. (mehr …)

Bewerbermangel: Arbeitgeber wollen Azubis mit Prämien locken

Sie sind heiß begehrt und werden umworben wie Stars. Schulabgänger mit guten Noten können sich ihren Ausbildungsplatz in vielen Regionen Deutschlands mittlerweile aussuchen und dabei auch auf manches Bonbon hoffen. Weil durch Geburtenrückgang und den Trend zum Studium immer weniger geeignete Bewerber am Markt unterwegs sind, müssen sich die Unternehmen viel einfallen lassen, um den Nachwuchs zu locken. Ob Dienstwagen und Smartphone oder eine Schippe drauf bei den Vergütungen – in der Not scheuen manche Firmen keine Kosten und Mühen, um die wachsende Zahl freier Ausbildungsplätze doch noch irgendwie zu besetzen. (mehr …)

Azubi-Not macht erfinderisch

Im Osten Deutschlands drohen die Lichter auszugehen. Nicht jetzt, aber bald. Die Einwohnerzahl schrumpft. Unternehmen, die noch vor wenigen Jahren aus Dutzenden Bewerbungen ihre Auszubildenden wählen konnten, suchen nun händeringend Nachwuchs – und finden ihn immer seltener. Betroffen sind vor allem Kleinbetriebe jenseits der Leuchttürme. Ein Teufelskreis beginnt, denn finden Unternehmen keine Lehrlinge, ziehen sie fort oder machen dicht. Wer bleibt, hat das Nachsehen, neue kommen nicht. (mehr …)

Ausbildung der Ausbilder: Ausbilder werden

Wer junge Menschen im Betrieb ausbilden will, braucht pädagogisches Knowhow. Weiterbildungen vermitteln dieses Wissen. Die Empfehlung der Weiterbildungs­experten der Stiftung Warentest: Angehende Ausbilder, die sich für die Praxis wappnen möchte, sollten am besten einen längeren Kurs buchen.

Eine anspruchs­volle Aufgabe

Ausbilder haben einen anspruchs­vollen Job. Sie leiten Auszubildende an, moti­vieren und beur­teilen. Sie erkennen Probleme, lösen Konflikte und nehmen Ängste. Das erfordert viel pädagogisches Geschick. Leichter ist ihre Aufgabe in den vergangenen Jahren nicht geworden. Betriebe klagen zunehmend, dass Jugend­liche nicht ausbildungs­reif seien. Es fehle ihnen an Ausdauer, Disziplin und Umgangs­formen. „Ich nehme immer häufiger erzieherische Aufgaben wahr“, sagt auch Dirk Block. Seit 2007 ist der 44-jährige Ausbildungs­leiter für die Gebäude­reiniger bei der Unter­nehmens­gruppe Gegen­bauer in Berlin (siehe Porträt Ausbilder). „Die Anforderungen an Ausbilder steigen“, sagt er. (mehr …)

Das Berufsbild Industriemeister Metall

Wenn Sie Facharbeiter in einem Metall verarbeitenden Beruf sind, wie beispielsweise Schlosser, Mechaniker oder Dreher und Ihren Aufgabenbereich gern erweitern möchten, dann haben Sie die Möglichkeit sich im Rahmen einer Weiterbildung zum Industriemeister Metall ausbilden zu lassen. (mehr …)

Lehre & Berufsschule – Gleisbauchtechniker: Neue Lehre auf Schiene

18.11.2012, 16:59 | Guido Gluschitsch

Einen neuen Lehrberuf entstehen zu lassen, ist eine komplizierte Aufgabe

Seit 1. Juni können GleisbautechnikerInnen ausgebildet werden. Dem ging eine jahrelanger Konzipierungsprozess voraus. Für den neu geschaffenen Lehrberuf arbeitete ein Expertenteam aus Bahnbaufirmen ein Berufsbild aus, welches dann innerhalb der ÖBB und mit der Wirtschaftskammer Österreich, der Arbeiterkammer und der Gewerkschaft abgestimmt wurde. (mehr …)